„Haui“ neuer SVB Männertrainer

„Haui“ neuer SVB Männertrainer

erstellt von Jo am 30. Juli 2017

Nach dem Aufstieg starteten die Buckenhofener Handballer unter neuer sportlicher Leitung in die Saisonvorbereitung. Ab sofort ist Detlev Hauer für die BOL-Mannschaft zuständig.

Den 53-jährigen Betriebswirt – tätig als Niederlassungsleiter einer Firma zur Zeit- und Datenerfassung – kennt in Handballerkreisen jeder. Von Kindesbeinen an war er beim TV 61 Bruck aktiv, spielte im Erwachsenenbereich bis in die Landesliga, „war da aber eher der zehnte Mann“, wie er selbstironisch meint. Später führte er bei den Bruckern die Abteilung und „trainierte, wo es gerade nötig war, Jugend und Männer“. Mit denen stieg er in die Landesliga auf, hatte parallel dazu jedoch auch nennenswerte Erfolge mit diversen Jugendmannschaften des HC Erlangen. Die Münch-Brüder waren da neben anderen seine Schützlinge, und mit Christoph Mach feiert er nun ein Wiedersehen bei den Buckis.

2005 wechselte er zur HSG Er-Niederlindach. Mit der dortigen C-Jugend startete er ein erfolgreiches Projekt. Er führte die Mannschaft bis in die A-Jugend, spielte mit der auch im Männerbereich mit und stieg in die BOL auf. Dort war Alexander Hankel sein Trainerkollege, der seit einem Jahr Übungsleiter bei den SV-Damen ist. Dass er die HSG-Mannschaft über all die Jahre in der BOL hielt, zählt er zu einem seiner Trainererfolge. Im gleichen Atemzug erwähnt er aber auch den LL-Aufstieg mit Bruck und die bayerische Vizemeisterschaft sowie den süddeutschen Pokalsieg mit der Jugend.

Im Herbst 2015 trat er in Niederlindach zurück. Zehn Jahre hatte man sich aneinander gewöhnt, neue Impulse schienen ihm für die Mannschaft notwendig. Und Hauer lehnte fortan alle Angebote ab, auch solche aus der Landesliga. Warum aber nun das Engagement bei den Buckis?

Da holt Hauer ein wenig aus. „Meine Jungs Björn und Ingo * – der Sohn meiner Lebensgefährtin – haben sich entschieden, zu den Buckis zu wechseln. Dort hatten sie (noch) keinen Trainer. Das hat den Ausschlag gegeben. Es ist also nicht so, dass ich meine „Söhne“ mit nach Buckenhofen gebracht habe, sondern die Söhne den Vater. Ich empfinde das auch als eine kleine Auszeichnung, wenn sie nach zehn Jahren noch immer nicht genug von mir haben. Oftmals klappt so etwas ja nicht.“

Für die Saison steht natürlich der Klassenerhalt als vorderstes Ziel. Den will „Haui“, wie er überall nur genannt wird, mit seiner Spielphilosophie erreichen: Einfache Tore über erste und zweite Welle aus einer stabilen Abwehr heraus. Die Buckis hoffen, dass sein Rezept Erfolg haben wird und er, wie er selbst formuliert „in Buckenhofen ein weiteres erfolgreiches Kapitel meiner Trainergeschichte schreiben kann“.